Selbsthaltung mit RS- und SR-Speicherbausteinen

Bevor wir mit dem Programmieren von Selbsthaltung beginnen, legen wir uns Symbole an. Wir wollen eine einfache Tippschaltung, das heißt S0 ist unser AUS-Taster, S1 unser EIN-Taster und Q1 ist unser Schütz.

 

Um Selbsthaltung mit Speicherbausteinen zu realisieren, erstellen wir uns in einem Netzwerk zunächst einen RS Baustein. Den Rücksetzeingang belegen wir mit dem Öffner S0 und somit mit einer logischen 1, sodass wir diesen noch negieren müssen.

 

Öffner liefern immer eine logische 1 und Schließer immer eine logische 0.

 

Den Setzeingang verbinden wir mit S1, der Speicherbaustein wird mit einem Merker bezeichnet, zum Beispiel M10.0.

 

Den Ausgang legen wir auf Q1.

 

Wir simulieren, um festzustellen, warum RS für diesen Fall nicht geeignet ist. Mit S1 schalten wir ein. Der Zustand wird gehalten. Mit dem Öffner S0 schalten wir aus. Soweit funktioniert das wunschgemäß. Wenn allerdings der S1 klemmen sollte, lässt sich mit S0 nicht mehr abschalten.

 

Wir gucken in die Anweisungsliste (AWL). Wir sehen, der letzte Befehl ist der Setzbefehl. Vorherige Befehle werden überschrieben.

 

Daran kann man sich auch merken, welcher Befehl der dominante ist. Beim RS wird zuerst Rücksetzen aufgerufen, dann Setzen. Beim SR Baustein ist es andersherum, zuerst Setzen, danach wird mit Rücksetzen überschrieben.

 

 

Deshalb löschen wir den RS-Baustein und bauen das Gleiche mit einem SR-Baustein auf.

 

In der Simulation können wir sehen, selbst wenn der Taster S1 klemmt, wird trotzdem abgeschaltet.

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